Blenheim Palace: Macht in Residenz und Park
Blenheim Palace richtet sich an Besucher, die eine fürstliche Residenz erleben möchten, deren Architektur und Landschaft von Anfang an gemeinsam gedacht wurden. Die englische Nation schenkte das Anwesen John Churchill, dem ersten Duke of Marlborough, nach seinem Sieg über französische und bayerische Truppen im Jahr 1704. John Vanbrugh entwarf den Palast, Nicholas Hawksmoor war an der Ausführung beteiligt. So entstand kein gewöhnliches Landhaus, sondern ein repräsentativer Herrschaftssitz des 18. Jahrhunderts. Die Verbindung zu Sir Winston Churchill bildet eine weitere bekannte Ebene, ersetzt aber nicht den architektonischen Schwerpunkt.
Die Besonderheit liegt im Verhältnis von Baukörper, Ausstattung und Park. Der zwischen 1705 und 1722 errichtete Palast verbindet einen eklektischen Stil mit einer Rückbesinnung auf nationale Formen, die die UNESCO mit den Anfängen der englischen Romantik verknüpft. Louis Laguerres Ausmalung des Saloon verweist auf Marlboroughs Stellung als englischer Aristokrat und Fürst des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Originale Ausstattungen und Möbel tragen zum erhaltenen Form- und Gestaltungseindruck bei.
Außen regulierte Vanbrugh den Lauf des River Glyme; ab 1761 formte Lancelot „Capability“ Brown den Park neu und schuf zwei Seen. Der große ummauerte Landschaftspark bewahrt Sichtbeziehungen zwischen Toren, Gebäuden, Dörfern und der Umgebung. Alte Bäume sowie Spuren einer früheren römischen und mittelalterlichen Landschaft ergänzen das Bild. Rechnen Sie mit drei bis fünf Stunden. Die Anreise ist von Oxford oder Oxford Parkway mit dem S7 möglich. Empfohlen wird eine Vorabbuchung.
