Cornwall and West Devon: Bergbau in regionalem Maßstab
Diese Welterbestätte zeigt, wie Kupfer- und Zinnbergbau eine ganze Region veränderten, statt nur ein einzelnes Industriedenkmal hervorzubringen. Cornwall and West Devon ist seriell angelegt und bezieht sich vor allem auf die Zeit von 1700 bis 1914. Tiefbaugruben, Maschinenhäuser, Gießereien, Kleinbetriebe, Häfen, Anlegestellen, Kanäle, Eisenbahnen, Pferdebahnen, Städte und Dörfer bilden gemeinsam eine vernetzte Kulturlandschaft. Damit unterscheidet sich die Stätte vom konzentrierten Tal von Blaenavon und von den flussgebundenen Baumwollsiedlungen im Derwent Valley.
Die charakteristischen Maschinenhäuser und Balanciermaschinen sind wichtig, werden aber erst durch ihre Infrastruktur verständlich. Kupfer wurde im Schiffbau, für Haushaltswaren sowie für Messing und Bronze verwendet; Zinn diente unter anderem Weißblech, Konservendosen und der Kommunikation. Hochdruckdampfmaschinen und weitere Bergbautechnik, die hier entwickelt wurde, gingen in die ganze Welt. Bergarbeiter wanderten aus, und viele der entstandenen Gemeinden wurden durch kornische Traditionen geprägt. Die Landschaft dokumentiert damit technische Innovation ebenso wie die Bewegung von Wissen und Menschen.
Form, Gestaltung, Materialien und historische Umgebungen besitzen eine hohe Authentizität. In manchen Städten gingen jedoch architektonische Details verloren, und einige Bereiche sind durch unpassende Entwicklungen gefährdet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Hafen von Hayle sowie dem Umfeld von Redruth und Camborne. Für den Besuch in der weit verstreuten Landschaft eignen sich Penzance, Camborne, Redruth, Par oder Gunnislake als Bahnzugänge. Planen Sie ein bis drei Tage ein und prüfen Sie jedes Bergwerk und Museum einzeln. Bahn und Bus erreichen ausgewählte Ankerpunkte, nicht jeden Bestandteil.
