Römische Grenzen in Britannien: Mauern, Zonen und verborgene Archäologie
Frontiers of the Roman Empire gehört auf diese Karte, weil die britischen Relikte Teil einer einzigen grenzüberschreitenden UNESCO-Stätte sind, die gemeinsam mit Deutschland geführt wird. UNESCO behandelt sie als serielle Stätte mit 420 Bestandteilen; in dieser Übersicht zählt sie einmal. Der britische Teil umfasst Hadrianswall und Antoninuswall – nicht zwei voneinander unabhängige Welterbestätten. Diese Struktur ist der erste Schlüssel zum Verständnis der Pins.
Hadrianswall wurde im Auftrag Kaiser Hadrians ab 122 n. Chr. an der Nordgrenze der römischen Provinz Britannia errichtet. Seine Linie verlief von der Mündung des River Tyne bis zum Solway Firth. Entlang der Küste des Solway folgte eine weitere Reihe aufeinander sichtbarer militärischer Anlagen. Entscheidend ist nicht nur die Mauer selbst: Vallum, Kastelle, Marschlager, Straßen und weitere Elemente bildeten im Norden Britanniens eine kontrollierte Militärzone. Sichtbare und im Boden erhaltene Spuren finden sich auf, hinter und jenseits der Grenzanlage.
Der Antoninuswall durchquert Zentralschottland zwischen River Forth und River Clyde. Gemeinsam zeigen die beiden britischen Abschnitte, wie römisches technisches Wissen, Organisation und Vermessung zu unterschiedlichen Grenzsystemen führten. Die Grenze war nicht ausschließlich militärischer Schutzwall; UNESCO beschreibt sie auch als wirtschaftliche und kulturelle Grenze, deren Einfluss über die eigentliche Linie hinausreichte. Die britischen Besuchsorte liegen weit auseinander. Die Bahnhinweise der Karte verweisen deshalb auf Hexham, Newcastle oder Falkirk und suggerieren keine durchgehende Attraktion.
